5 Tipps: So werden Sie nach der Geburt wieder fit
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5 Tipps: So werden Sie nach der Geburt wieder fit

Nach einer Geburt sind sowohl Körper als auch Psyche im Ausnahmezustand. Die Anstrengungen der Geburt, die unzähligen intensiven Emotionen und der völlig neue Lebensabschnitt bedeuten für die meisten Frauen ein Wechselbad der Gefühle. Dazu kommen noch körperliche Beschwerden und Unannehmlichkeiten, die eine zusätzliche Belastung darstellen. Schließlich hat sich der Körper in den letzten neun Monaten stark verändert, sodass es nicht verwundert, dass er nach der Geburt auch eine gewisse Rehabilitationszeit braucht. Umso wichtiger ist es daher, dass Sie sich ausreichend Zeit und Muße nehmen, um sich von diesen Strapazen zu erholen. Wir haben die 5 besten Tipps für Sie gesammelt, mit deren Hilfe Sie nach einer Geburt wieder Kraft tanken können.

1. Das altbekannte Wochenbett

Das gute alte Wochenbett

Heute werden Frauen, die in einem Krankenhaus entbinden, spätestens eine Woche nach der Entbindung aus der Klinik entlassen. Der Begriff Wochenbett ist dabei beinahe schon völlig in Vergessenheit geraten. Dieser bezeichnet jenen Zeitraum, den Frauen benötigen, um sich nach einer Geburt zu erholen, und ist wesentlich großzügiger gewählt, als es heute üblich ist. Traditionellerweise wird das Wochenbett in drei Phasen unterteilt:

  1. Die erste Phase: Diese Phase umfasst die erste Woche nach der Geburt, in welcher die Frau am besten im Bett bleiben sollte.
  2. Die zweite Phase: In der zweiten Woche nach der Geburt sollte die Frau im Zimmer bleiben.
  3. Die dritte Phase: In der dritten und vierten Woche nach der Geburt sollte die Frau das Haus hüten, um sich von den Strapazen der Geburt zu erholen.
  4. Die vierte Phase: Diese Phase dauert einen Monat lang. In dieser Zeit sollte die Frau keine schweren körperlichen Arbeiten verrichten, sich voll und ganz auf ihr Baby konzentrieren und viel Unterstützung erhalten.
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Auf den ersten Blick mögen sich die Vorgaben des Wochenbettes sehr restriktiv lesen, bei näherer Betrachtung ergeben diese jedoch durchaus Sinn. Aus diesem Grund halten sich auch heute noch viele Hebammen an das Wochenbett, denn es gibt Frauen die notwendige Ruhe und Entspannung, um sich optimal von den Strapazen einer Geburt zu erholen. Versuchen Sie daher, sich am Wochenbett zu orientieren und Ihrem Körper so die Möglichkeit zur vollständigen Regeneration zu geben.

2. Achten Sie auf Ihren Kreislauf

Achten Sie auf Ihren Kreislauf nach der Geburt

Auch wenn die Vorgaben des Wochenbettes klar sind, ist es nur verständlich, wenn Sie bereits einige Tage nach der Geburt das Bett verlassen möchten. Vielleicht lockt es Sie bei schönem Wetter mit herrlichem Sonnenschein sogar nach draußen. Und seien Sie beruhigt, ein kleiner Spaziergang schadet sicher nicht. Dabei sollten Sie jedoch vorsichtig sein, denn nach einer anstrengenden Geburt ist meist auch der Kreislauf geschwächt. Bevor Sie sich also auf den Weg machen, sollten Sie erst langsam ein paar Schritte gehen, um zu sehen, wie Ihr Kreislauf reagiert. Sollten Sie sich dann tatsächlich für einen kleinen Spaziergang entscheiden, nehmen Sie unbedingt eine Begleitung mit und gehen Sie keinesfalls alleine, falls es doch zu Problemen mit dem Kreislauf kommen sollte. Im Zweifelsfall fragen Sie Ihre Hebamme um Rat, denn diese kann Ihre individuelle Situation zusammen mit Ihnen am besten einschätzen.

3. Das hilft bei schmerzhaften Nachwehen

Das hilft bei schmerzhaften Nachwehen

Leider hören die Schmerzen nach der Geburt nicht auf. Gerade Frauen, die schon mehrere Geburten hinter sich haben, klagen in der Regel über mehr oder weniger heftige Nachwehen. Bei diesen handelt es sich wie bei den Geburtswehen ebenfalls um Kontraktionen der Gebärmutter, welche sich nun, nach der Geburt, wieder zusammenzieht. Darüber hinaus befindet sich in der Gebärmutter auch eine von der abgelösten Plazenta hinterlassene Wunde, die selbstverständlich ebenfalls schmerzt. Alles zusammen ergibt die gefürchteten Nachwehen. Diese können einige Tage bis einige Wochen nach der Geburt auftreten. Übrigens setzen die Nachwehen meist dann ein oder sind gerade dann besonders schmerzhaft, wenn das Baby gestillt wird. Dies liegt daran, dass durch das Stillen die Produktion jener Hormone angeregt wird, die eben auch die Nachwehen auslösen.
Ebenso wie bei Regelschmerzen kann auch bei Nachwehen Wärme deutliche Schmerzlinderung schaffen. Halten Sie daher stets ein Wärmekissen parat, um es sich auf den Bauch auflegen zu können. Einige Frauen berichten auch von Erfolgen mit homöopathischen Schmerzmitteln. Auf jeden Fall sollten Sie jedoch Rücksprache mit Ihrem Arzt halten, bevor Sie zu Medikamenten greifen.

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4. So unterstützen Sie die Wundheilung

Unterstützen Sie die Wundheilung

Ob Geweberisse, Abschürfungen, der Dammschnitt oder die Innenseite der Gebärmutter, nach einer Geburt müssen zahlreiche Wunden verheilen. Dies dauert nicht nur seine Zeit, sondern ist natürlich auch schmerzhaft. Zudem befinden sich all diese Wunden gerade dort, wo es sehr schwierig ist, sie trocken und sauber zu halten. Es gibt jedoch zahlreiche Maßnahmen, mit denen Sie die Wundheilung unterstützen können.
Das Wichtigste ist, dass Sie die Wunden immer sauber halten. Spülungen und medizinische Sitzbäder sind eine gute Möglichkeit, um den Heilungsprozess zu fördern und auch die Schmerzen zu lindern. Pflanzliche Tinkturen können mit Wasser verdünnt nach dem Toilettengang zur Reinigung benutzt werden. Halten Sie am besten Rücksprache mit Ihrer Hebamme, um die für Sie individuell beste Lösung zu finden, sodass alle Wunden rasch und problemlos verheilen.

5. Wenn die Hormone verrückt spielen

Wenn die Hormone verrückt spielen

Schwangerschaft und Geburt sind nicht nur für den Körper ein Ausnahmezustand, sondern auch für die Psyche. Kein Wunder also, dass diese nach der Geburt oft völlig durcheinander ist. Schlafmangel, die körperliche Umstellung nach der Geburt und der völlig aus dem Häuschen geratene Hormonhaushalt können da schnell dazu führen, dass die Launen im Minutentakt wechseln. Gerade eben waren Sie noch völlig außer sich vor Glück und jetzt ist Ihnen nach Weinen zumute? Alles vollkommen normal. Stressen Sie sich nicht wegen solcher Gemüts- und Gefühlsschwankungen, denn viele Frauen erkennen sich nach einer Geburt fast nicht wieder. Einige klagen sogar über Vergesslichkeit, was die Gemütslage zusätzlich oft verschlimmert. Seien Sie jedoch nicht zu hart zu sich und betrachten Sie sich selbst mit einer gesunden Portion Humor. Sie befinden sich nach einer Geburt in einem Ausnahmezustand und haben daher jedes Recht, gnädig zu sich selbst zu sein. Holen Sie sich Unterstützung von Ihrem Partner, Ihrer Familie und Ihren Freunden und genießen Sie die erste Zeit mit Ihrem kleinen Schatz.

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Bildquellen:
Titelbild © Kristina Greke
Blutzellen © cosmin4000
Wochenbett © Naomi Bassitt
Wundheilung © Kristian Sekulic
Traurige Frau © nensuria

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