Die 8 häufigsten Fehler frischgebackener Eltern
Erziehung & Pädagogik

Die 8 häufigsten Fehler frischgebackener Eltern

Keine Frage, ist der Nachwuchs da, ist die Freude riesig. Selbstverständlich wollen frischen Eltern auch alles richtig machen und ihrem kleinen Schatz den bestmöglichen Start in ein wunderschönes Leben ermöglichen. Dabei lauern jedoch zahlreiche Stolpersteine, die es geschickt zu umgehen gilt. Aber keine Panik, selbst die verantwortungsbewusstesten und am besten vorbereiteten Eltern sind nicht vor Fehlern gefeit. Auch wenn Sie die Schwangerschaft mit dem Lesen unzähliger Ratgeber verbracht haben, sind Sie auch nur ein Mensch und als solcher nicht vor Fehltritten sicher. Wir haben die häufigsten Fehler frischgebackener Eltern für Sie gesammelt.

1. Sie denken, es läuft alles weiter wie bisher

Eines gleich vorweg: Ihr kleiner Wonneproppen wird Ihre Welt ganz sicher auf den Kopf stellen. Bisher übliche Routinen – seien es das wöchentlich stattfindende Treffen mit Freunden oder der Haushaltsplan – werden auf absehbare Zeit hinten anstehen müssen. Hier sollten Sie sich auf größtmögliche Flexibilität einstellen, denn die oberste Piorität hat nun Ihr kleiner Liebling. Alles Andere ist erst einmal nachrangig. Was höchstwahrscheinlich auch dazu führen wird, dass die Wohnung nicht immer in jenem Zustand ist, den Sie von früher gewohnt sind. Nehmen Sie es locker und genießen Sie die Zeit mit Ihrem Baby.

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2. Sie denken, Sie müssen alles alleine schaffen

Viele Frauen setzen sich selbst unter Druck und sind davon überzeugt, alles alleine schaffen zu müssen. Dies gilt natürlich auch für frischgebackene Eltern. Nicht selten schleicht sich hier der Gedanke ein, beim Annehmen von Hilfe, eine schlechte Mutter zu sein. Das schlechte Gewissen folgt auf Knopfdruck und so entsteht eine Spirale aus Überforderung und falscher Scham. Daher unser Rat: Nehmen Sie Hilfe guten Gewissens an und freuen Sie sich, dass Ihnen jemand unter die Arme greifen möchte. Die erste Zeit mit Baby gehört zu den anstrengendsten Abschnitten im Leben und das Großziehen von Kindern ist eine der wichtigsten Aufgaben überhaupt. Kein Grund also, sich für das Annehmen von Hilfe zu schämen. Geben Sie ein Stück Verantwortung ab und sehen Sie, dass sich kurzzeitig auch andere, wie etwa die Großeltern, um Ihr Baby kümmern können. So finden Sie wieder zu neuer Energie, was nicht nur Ihnen, sondern selbstverständlich auch Ihrem kleinen Schatz zugute kommt.

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3. Sie sehen sich nur mehr als Mutter / Vater

Viele Frauen gehen voll und ganz in ihrer neuen Mutterrolle auf und sind nur mehr Mama. Daran ist überhaupt nichts Schlechtes. Jedoch sollten Sie dabei auch nicht vergessen, dass Sie in erster Linie auch Frau, Partnerin und Freundin sind. Es ist nämlich überaus gesund, manchmal die Mamarolle abzustreifen und sich einfach nur auf sich selbst zu konzentrieren. Das gilt natürlich für beide Elternteile, vergessen Sie nicht, dass sie über die Elternrolle hinaus auch noch ein Paar sind. Planen Sie daher regelmäßig ein paar schöne Stunden für sich alleine sowie für sich als Paar ein. Wie so oft kommt dies nicht nur Ihnen als Eltern, sondern auch Ihrem Nachwuchs zugute. Das Wichtigste für glückliche Kinder sind nämlich glückliche Eltern.

4. Sie glauben, Sie können alles erledigen, während Ihr Baby schläft

Die erste Zeit mit Nachwuchs ist nicht nur eine der schönsten Zeiten, sondern meist auch eine der schlaflosesten. Viele Eltern versuchen die Stunden in denen ihr kleiner Liebling schläft, dazu zu nutzen, Arbeiten im Haushalt zu erledigen. Viel wichtiger wäre es jedoch, in dieser Zeit selbst wichtige Energie zu tanken und auch etwas für sich selbst zu tun. Sei es eine neue Folge der Lieblingsserie, ein Bad oder einfach auch eine Mütze Schlaf. Lassen Sie den Haushalt Haushalt sein und tun Sie sich etwas Gutes. Sie haben es sich mehr als verdient.

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5. Sie machen aus jeder Mücke einen Elefanten

Natürlich wollen Sie als frischgebackene Eltern nur das Beste für Ihren kleinen Sonnenschein. Dabei ist es absolut richtig, dass Sie ihm die größtmögliche Aufmerksamkeit zukommen lassen und ihn stets im Augen behalten. Viele Eltern lassen sich dabei jedoch schnell von Kleinigkeiten aus der Ruhe bringen und machen aus einer Mücke einen Elefanten. Dies hilft jedoch niemandem – auch nicht Ihrem kleinen Liebling. Versuchen Sie daher, einen kühlen Kopf zu bewahren und sich selbst zu beruhigen. Ihr Schatz lacht, ist munter, isst mit Appetit, spielt und macht ingesamt einen gesunden Eindruck? Dann gibt es auch keinen Grund sich unnötig Sorgen zu machen.

6. Sie vergleichen Ihr Baby mit anderen

Sie treffen sich mit Freunden, die ebenfalls gerade Eltern geworden sind, und vergleichen Ihren Nachwuchs mit dem anderer Eltern? Dann können wir Ihnen nur raten damit aufzuhören, denn derlei Vergleiche führen zu nichts. Wie in so vielen anderen Fällen ist es auch hier so, dass Vergleiche nur unglücklich machen. Jeder Mensch und auch jedes Baby ist anders – das gilt auch für die Entwicklung. Nicht umsonst werden wichtige Entwicklungsschritte in Zeitspannen angegeben und wo das eine Baby ein Frühentwickler ist, kann das andere ein Spätzünder sein. Normal und gesund sind sie alle. Also: Hören Sie bitte auf Ihr Kind mit anderen zu vergleichen und freuen Sie sich lieber über Ihren einzigartigen Schatz mit all seiner Individualität.

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7. Sie machen sich ständig Vorwürfe

Viele frischgebackene Mütter neigen zu Selbstvorwürfen. Sei es, weil sie glauben nicht mütterlich genug zu sein oder weil sie etwas übersehen haben. Dies liegt einerseits an den selbst auferlegten Ansprüchen und andererseits auch an jenem Bild, das die Gesellschaft von „richtigen“ Müttern produziert. Dabei sollten Sie sich jedoch immer folgenden Grundsatz aus der Psychologie vor Augen führen: Es ist besser, eine ausreichend gute Mutter zu sein als die beste Mutter. Die ausreichend gute Mutter lässt ihrem Kind nämlich genug Freiraum für seine eigene Entwicklung. Darüber hinaus hat sie auch noch andere Inhalte in ihrem Leben und es dreht sich nicht alles um den Nachwuchs. Seien Sie also milde zu sich selbst und versuchen Sie, nicht immer alles perfekt zu machen.

8. Sie hören lieber auf Ratschläge statt auf Ihr Bauchgefühl

Großeltern, Tanten, Onkel und Freunde – alle haben zig Ratschläge parat und wissen, was das Beste für Ihr Kind ist. Es spricht absolut nichts dagegen, sich diese Tipps in aller Ruhe anzuhören. Welche davon umgesetzt werden, sollten Sie als Eltern allerdings völlig eigenständig entscheiden. In der Regel sind es nämlich die Eltern, die am besten wissen, was gut für ihr Kind ist. Ignorieren Sie keinesfalls Ihr Bauchgefühl, sondern räumen Sie diesem bei allen Entscheidungen stets einen hohen Stellenwert ein.

Befürchten Sie, als frischgebackene Eltern Fehler zu machen? Diskutieren Sie mit anderen LeserInnen im Kommentarbereich!

Bildquelle Titelbild: © PeopleImages – iStock.com

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