Optimale Durstlöscher für Kinder
Babynahrung

Die idealen Getränke für Kinder

Kinder sind ständig in Bewegung und haben daher einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf, der immer wieder neu gedeckt werden will. Gerade, wenn das Thermometer steigt, wird der Ruf nach kalten Getränken laut. Besonders angesagt ist dabei natürlich alles, was bunt und süß ist. Entsprechend locken an jedem Straßenstand und Kiosk auch die unterschiedlichsten Getränke in schillernden Farben. Dass angesichts der großen Mengen an Flüssigkeit, die Ihr Kind vor allem in den heißen Sommermonaten aufnimmt, zunehmend auf den Inhalt dieser verführerischen Getränke geachtet werden sollte, erklärt sich von selber. Dabei lohnt es sich auch, Getränke, die allgemeinhin als ‚gesund‘ gelten etwas eingehender zu untersuchen. Schließlich kommt hier wie sooft die Weisheit zum Tragen, dass lediglich die Dinge, die in Maßen genossen werden, unschädlich sind. Greift Ihr Kind jedoch täglich auf einige Liter zuckerhaltiger Getränke zurück, so wird es höchste Zeit, energisch einzugreifen. Warum dies zu empfehlen ist und wie Sie Ihrem Kind den Genuss ‚gesünderer‘ Alternativen schmackhaft machen, sind nur einige der Fragen, die wir in diesem Beitrag gerne beantworten möchten.

Von der Muttermilch zu zuckerhaltigen Limonaden – eine unglückselige Entwicklung im Diskurs

Am Anfang des Lebens eines jeden Kindes steht natürlich die Muttermilch. Zahlreiche Studien haben bewiesen, dass diese in Bezug auf Inhalt und Zusammensetzung jedes künstlich erzeugte Getränk mühelos aus dem Rennen schlägt. Denn die Muttermilch enthält nicht nur alle wichtigen Nährstoffe, Vitamine und Mineralien, die für das Wachsen und Gedeihen Ihres Kindes unentbehrlich sind, sondern auch Antikörper, die es vor Infektionen und Krankheiten schützt. Nabelt sich Ihr Kleinkind ab und wird es Zeit, sich nach ebenso vorteilhaften Alternativen umzusehen, dann treffen unerfahrene Eltern häufig eine unbedachte Entscheidung. Vielleicht ist in diesem Zusammenhang noch nicht einmal von einer bewussten Handlung zu sprechen. Vielmehr machen sich viele junge Mütter und Väter nicht die Mühe, den jeweils angepriesenen Getränken und ihren Inhaltsstoffen auf den Grund zu gehen, sondern vertrauen den Werbemachern, die verständlicherweise nur auf die positiven Aspekte der jeweiligen Produkte eingehen. Zudem verfahren sie häufig im Sinne des bereits angesprochenen Grundsatzes, dass selbst ungesunde Getränke in Maßen genossen schon nicht schaden werden. Ähnlich wie Menschen, die unter Essstörungen leiden, sind sie sich dabei nicht im Klaren, wie viele Mengen an Flüssigkeit ihre Kinder täglich ganz nebenbei zu sich nehmen. Ob beim Spaziergang im Park, beim Einkauf in der Stadt oder beim Wochenendausflug ins Grüne, überall locken jene farbenfrohen Flaschen und Dosen, die Kindern ein ultimatives Trinkvergnügen versprechen. Dass dieser Spaß langfristig verheerende Auswirkungen haben kann, ist vielen Eltern nicht bewusst. Denn die Mengen an Zucker und schädigenden Chemikalien hinterlassen ohne Gnade ihre destruktiven Spuren. Karies, Diabetes sowie unzählige andere ‚Nebenwirkungen‘ eines übermäßigen Genusses von gefärbtem ‚Zuckerwasser‘ sind die Folge.

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Die bei Kindern angesagtesten Getränke im Kreuzverhör

Zu den Übeltätern zählen dabei sowohl bereits für ihren hohen Zuckergehalt bekannte Getränke wie Limonaden als auch angeblich gesunde Varianten wie Obst- und Gemüsesäfte. Ein Problem stellt natürlich dar, dass Kinder Süßes aller Art lieben. Wenn dieser Leidenschaft nachgegeben wird, dann erhöht sich die ‚Lust‘ auf Süßes, bis sie am Ende außer Kontrolle gerät. Es ist also Ihre Aufgabe als verantwortungsbewusste Eltern, darauf zu achten, dass Ihre Kinder keine schädlichen Getränke zu sich nehmen. Entsprechend sollte, ungeachtet des hohen Beliebtheitsgrades unter kleinen und großen Kindern, auf den Konsum von Limonaden, Fertig-Säften und Fertig-Tees verzichtet werden. In Ausnahmefällen können Letztere zum Einsatz kommen, wenn Sie einige Kriterien berücksichtigen. Geeignete Fertig-Säfte, die Sie ihren Kindern in Maßen zugestehen können, sollten wenig Fruchtsäure und keinen Zucker enthalten. Zudem ist auf einen hundertprozentigen Fruchtsaftanteil zu achten. Auch empfehlenswerter Fertig-Tee sollte weder Traubenzucker noch Haushaltszucker aufweisen und zudem erst ab dem sechsten Monat als Getränkeoption gesehen werden. Gänzlich verzichten sollten Sie auf Brausegetränke und Limonaden aller Art sowie auf Cola, Iso-Getränke und Malzbier.

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Einige leckere und gesunde Alternativen für den anspruchsvollen Gaumen kleiner Genießerinnen und Genießer

Wie reagieren besorgte Eltern nun also auf die ständig präsente Verführung durch visuell ansprechende Getränke? Grundsätzlich ist es hilfreich, die ungesunde Konkurrenz buchstäblich mit ihren eigenen Waffen zu schlagen. Konkret heißt dies, dass die Reize, die gerade auf Kinder eine so unwiderstehliche Anziehungskraft ausüben, genutzt werden, um eigene, nach Möglichkeit ‚hausgemachte‘ Produkte zu kreieren. Es geht also in erster Linie darum, Getränke zu erzeugen, die das Auge aufgrund ihrer bunten Farben ansprechen und folglich zum Trinkgenuss verführen. Auch in puncto Geschmack kann nachgeholfen werden. Für etwas mehr Süße oder Wohlgeschmack können Kräuter, Gewürze, Früchte und Honig herhalten. Entscheiden Sie sich für die Option der eigenen Herstellung Ihrer Getränke, so liegen Sie ganz im Trend der Zeit. Zudem sparen Sie sich die Zeit und Mühe, die Sie sonst im Supermarkt für das Studieren der Zutaten auf jeder Verpackung einsetzen müssen. Denn nur bei der eigenständigen Getränkeproduktion können Sie sich in puncto Inhalt hundertprozentig sicher sein. Die Spitze bildet nach Expertenmeinung natürlich das stille Wasser, da es dem Körper eine Flüssigkeitszufuhr ohne jegliche Zusatz- und somit auch Schadstoffe ermöglicht. Möchten Sie jedoch etwas Farbe in den Trinkgenuss Ihrer Kinder bringen, so sind ungesüßte Tees die optimale Wahl. Roter Früchtetee und grüner Pfefferminztee erfreuen sich besonderer Beliebtheit. Zudem verfügen sie über einen frischen, natürlichen Geschmack und eignen sich in gekühlter Version auch in der Sommerzeit als ausgezeichnete Durstlöscher. Ebenfalls für die warmen Tage sind kleine Zusätze zum Trinkwasser geeignet. Ein Spritzer Zitrone beispielsweise sorgt nicht nur für eine Extraportion Frische, sondern auch für eine zusätzliche Zufuhr an wertvollem Vitamin C. Auch frisch gepresste, mit Wasser verdünnte Frucht- und Gemüsesäfte haben sich als idealer Energie- und Flüssigkeitsspender für Kinder bewährt. Vorausgesetzt, Sie greifen selber zur Presse und verzichten auf den Zusatz von Zucker und anderen schädigenden Stoffen. Hinsichtlich kleiner Geschmacksnuancen sind Ihrer Kreativität also keine Grenzen gesetzt. So können Sie beispielsweise den winterlichen und somit dampfenden Früchtetee mit etwas Zimt und Honig verfeinern und auf diese Weise die Gaumenfreuden Ihrer Kinder um ein Vielfaches steigern.

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Natürlich gibt es eine Fülle weiterer Rezepte, Ideen und Tipps rund um das Thema: Die optimalen Getränke für meine Kinder. Wenn Ihnen in diesem Zusammenhang noch etwas einfällt, dann wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie Ihre Erfahrungen, Gedanken und Hinweise in Form eines Kommentars mit uns und unserer Leserschaft teilen.

Bildquelle Titelbild: © Robert Kneschke – Fotolia.com

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