Schwangerschaftstests - Was Sie wissen sollten
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Schwangerschaftstests: Was Sie wissen sollten

Paare, die sich nichts sehnlicher als Nachwuchs wünschen, werden die Erfindung von Schwangerschaftstests gewiss besonders zu schätzen wissen. Denn was zuvor noch ein Mythos war, wird nunmehr kalkulierbar. Vorbei sind die Zeiten, da man sich bis zum anstehenden Arztbesuch gedulden musste, um endlich die Gewissheit zu haben, schwanger zu sein. Heute stehen Sie stattdessen vor einer schon fast unüberschaubaren Fülle an unterschiedlichen Schwangerschaftstests und Frühtests, welche eine Entscheidung für eines dieser Exemplare zu einer echten Herausforderung werden lassen. Warum die Möglichkeit, einen Schwangerschaftstest durchzuführen, grundsätzlich positiv zu werten ist und welche Palette an verschiedenen Varianten Ihnen zur Verfügung steht, um festzustellen, ob Sie nun schwanger sind oder nicht, sind Aspekte, die in den folgenden Abschnitten diskutiert werden sollen.

Warum sich Schwangerschaftstests als unentbehrlich erweisen können

Die Gründe, warum ein Schwangerschaftstest bzw. Frühtest für viele Betroffene buchstäblich ein Rettungsanker in der Not sein kann, sind mannigfaltig. Von der Verhütungspanne bis hin zum vielleicht einmaligen ungeschützten Sex ist hier alles möglich. Fest steht nur, dass Sie auf Nummer sicher gehen möchten, ob sich Ihr Verdacht, schwanger zu sein, bestätigt. Ein Schwangerschaftstest verleiht Ihnen als Frau maximale Autonomie und Unabhängigkeit. Zwar haben sich die Zeiten geändert. Dennoch ziehen es immer noch viele potentiell Schwangere vor, sich ganz diskret und in aller Abgeschiedenheit Klarheit zu verschaffen und im Anschluss die notwendigen Schritte einzuleiten. Denn ein Schwangerschaftstest verschafft Ihnen vor allem jene oftmals notwendige Verschnaufpause, welche vor allem notwendig ist, wenn sich ein neuer Erdenbürger ungeplant und unverhofft ankündigt. Gehören Sie zudem zu der wachsenden Schar von Menschen, die nicht nach traditionellen Rollen und Mustern leben, so haben Sie aufgrund des Schwangerschaftstests, von dem zuerst einmal vielleicht nur Sie wissen, die Gelegenheit, Ihr Umfeld ganz behutsam auf die anstehende Veränderung in Ihrem Leben vorzubereiten. Kommt bei Ihnen jedoch der Schwangerschaftstest regelmäßig zum Einsatz, weil Sie und Ihr Partner sich seit geraumer Zeit gezielt um ein neues Familienmitglied bemühen, dann wird ein positives Ergebnis buchstäblich die Erfüllung Ihrer kühnsten Träume sein.

HCG Schwangerschaftshormon

HCG ist ein Hormon, das in Schwangerschaft von einem Teil der Plazenta produziert wird. Es ist sorgt dafür, dass eine vorhandene Schwangerschaft aufrecht erhalten bleibt.

HCG, das Hormon, welches für Ihre Schwangerschaft verantwortlich ist – ein kleiner Exkurs

Wenn das Thema Schwangerschaft für Sie noch Neuland ist, dann werden Sie sich vielleicht auch fragen, wie die einzelnen Schwangerschaftstests eigentlich genau funktionieren und ob die jeweiligen Ergebnisse tatsächlich als zuverlässig zu bezeichnen sind. Eine, wenn nicht die entscheidende Rolle spielt dabei das humane Choriongonadotropin, kurz HCG, welches den wesentlichen Nachweis über eine bestehende Schwangerschaft liefert. Als Orientierung fungiert dabei die Konzentration von HCG im Blut, welche im ‚Normalzustand‘ bei durchschnittlich 5 IU/Liter liegen. Während einer Schwangerschaft steigen die Werte jedoch drastisch an. In der dritten Woche hält sich das Ganze mit einer Konzentration von HCG unterhalb der 50 IU/Liter-Marke noch in Grenzen. In der vierten Woche kann das HCG jedoch bereits bis auf 400 IU/Liter steigen. Absolute Klarheit erhalten Sie vor allem mittels eines zwischen der zehnten und zwölften Woche erfolgenden Bluttests, da in dieser Zeit Extremwerte von bis zu 230.000 IU/Liter HCG im Blut erreicht werden. Bevorzugen Sie hingegen die etwas diskretere Variante mit einer Probe Ihres Urins, dann sind Werte, die über 25 IU/Liter liegen, als positives Ergebnis zu werten. Die nachweisbare Konzentration von HCG im Urin ist also weitaus geringer als im Falle einer Blutprobe.

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Urin- oder Bluttest? – Welcher Schwangerschaftstest ist der Richtige für Sie?

Doch welche der hier aufgeführten Methoden, ist nun eigentlich besonders empfehlenswert? Bevorzugen Sie es, möglichst schnell, unkompliziert und verschwiegen an ein authentisches Ergebnis zu kommen, so bieten sich in erster Linie die sogenannten Stäbchentests an, welche auf der Feststellung des Anteils an HCG im Urin beruhen. Eine eindeutige Aussage kann jedoch erst zwei Wochen nach der Empfängnis getroffen werden, da die Werte des HCG erst dann zu steigen beginnen. Der Vorteil der Testvariante mit Urin besteht in den vergleichsweise geringen Kosten, welche in der Regel nicht höher als 25 Euro liegen, in dem nahezu umgehenden Ergebnis sowie in der mit 95 Prozent relativ hohen Zuverlässigkeit. Sollten Sie zu der besonders ungeduldigen Sorte Mensch gehören, dann empfehlen sich die Alternativen Ultraschalluntersuchung und Bluttest. Letztere ermöglicht einen eindeutigen Nachweis bereits sechs bis acht Tage nach der Befruchtung. Da in diesem Fall auf den Einsatz eines qualifizierten Mediziners zurückgegriffen werden muss, liegen die Kosten natürlich weitaus höher. Die gute Nachricht lautet jedoch, dass diese in der Regel von der Krankenversicherung abgedeckt werden. Mit Hilfe einer Vaginalsonde kann im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung der Embryo bereits ab dem siebten Tag ausgemacht werden.

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Der sogenannte Frühtest kann bereits wenige Tage vor dem fehlenden Auftreten der Menstruation angewendet werden. Da es jedoch auch zu Schwankungen im Monatszyklus kommen kann, die nichts mit der möglichen Tatsache zu tun haben, schwanger zu sein, ist ein negativer Frühtest immer mit etwas Vorsicht zu genießen. Auch sollten Sie sich vor dem Kauf unbedingt eingehender mit der Gebrauchsanleitung beschäftigen, um sicher zu gehen, dass es sich tatsächlich um einen Frühtest handelt. Wenn Sie jedoch nicht auf konkrete Symptome, die darauf hindeuten, dass Sie schwanger sind, warten möchten, dann kann ein Frühtest durchaus eine erste Orientierung bieten. Absolute Gewissheit darüber, ob Sie nun schwanger sind oder nicht, erhalten Sie im Anschluss in Form einer der genannten Methoden wie der Kontrolle von Urin bzw. Blut.

Weitere Punkte, die Sie in Bezug auf Schwangerschaftstests und Frühtests beachten sollten

An dieser Stelle ist nochmals zusammenfassend festzuhalten, dass Sie vor allem in der fünften bis zehnten Woche nach der letzten Menstruation mit einem besonders sicheren Ergebnis Ihres Schwangerschaftstestes, sei es nun über die Variante Urin oder Blut, rechnen können, da der bereits diskutierte drastische Anstieg des Schwangerschaftshormons HCG zu der gewünschten Klärung führt. Dabei ist es irrelevant, für welches Produkt Sie sich entscheiden. Bei der Entscheidung für einen anderen Schwangerschaftstest bzw. Frühtest als den Gewohnten sollten Sie sich ausreichend Zeit für eine gründliche Lektüre der Packungsbeilage nehmen, da die Anwendung je nach Exemplar häufig unterschiedlich ausfällt.

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Haben Sie vielleicht bereits gute Erfahrungen mit Schwangerschaftstests oder Frühtests gemacht und können bestimmte Produkte empfehlen? Wir freuen uns über jeden informativen Tipp oder Hinweis, welcher den Umgang mit dem hier behandelten Thema erleichtert und im Ernstfall eine bewusste Entscheidung für die angemessene Methode ermöglicht.

Bildquelle Titelbild: © Bildlicht Fotografie – Fotolia.com

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