Stillen mit Magen-Darm-Grippe und Infekten
Gesundheit

Stillen trotz Magen-Darm-Infekt?

Gehören auch Sie zu den jungen Müttern, die sich im Falle einer Erkrankung unsicher sind, ob eine Unterbrechung der Stillzeit erforderlich ist oder nicht? Dann wird Ihnen dieser Artikel, in dem sich alles um das Thema „Stillen bei infektiösen Erkrankungen“ dreht, sicherlich weiterhelfen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei vor allem der Magen-Darm-Grippe. Wer bereits von diesem Infekt betroffen war, wird wissen, dass hier grundsätzlich absolute Hygiene geboten ist, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Dies trifft natürlich vor allem auf die kleinsten Erdenbürgerinnen und Erdenbürger zu, die eventuellen Angriffen auf ihr Immunsystem besonders hilflos ausgeliefert sind. Doch auch in dieser Hinsicht besteht kein Anlass zur Sorge. Denn wenn Sie die in den folgenden Zeilen dargebotenen Hinweise und Ratschläge beachten, können Sie Ihren Infekt ohne eine Unterbrechung der Stillzeit auskurieren.

Die Muttermilch als natürliche Quelle der wichtigsten Vitalstoffe für Ihr Baby

Bei der Muttermilch handelt es sich um eine Nahrung, die optimal auf die Bedürfnisse Ihres kleinen Schatzes zugeschnitten ist. Jede Form von Ersatz für die kostbare Muttermilch läuft daher Gefahr, mangelhaft, unvollkommen und zudem wenig bekömmlich zu sein. Zudem enthält Muttermilch essentielle Substanzen, welche Ihr Baby nicht nur beim Wachstum unterstützen, sondern ihm auch die notwendigen Abwehrstoffe zuführen, welche vor Krankheiten wie die hier im Zentrum stehende Magen-Darm-Grippe sowie andere Infekte schützen. Entsprechend bietet ein Aussetzen der Stillzeit keine angemessene Lösung, da Sie Ihr Baby damit nur noch mehr gefährden. Weitere eindeutige Vorteile der Muttermilch sind die erwiesene Keimfreiheit, die ideale Temperatur und natürlich die ununterbrochene Verfügbarkeit. Möchten Sie für Ihr Baby also nur das Beste, dann entscheiden Sie sich für eine ununterbrochene Einhaltung der Stillzeit mit natürlicher Muttermilch.

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Sollten Sie diese Zeilen noch nicht überzeugt haben, dann besinnen Sie sich vielleicht aufgrund der folgenden Fakten. Muttermilch enthält ein kraftvolles Potpourri an erstklassigen Bestandteilen, die sich einfach nicht mit künstlichen Mitteln erzeugen lassen. Abgesehen von Wasser zählen dazu die für Ihr Baby genau richtige Dosis an Eiweiß, Mineralstoffen, Vitaminen, Spurenelementen, Immunstoffen, wachstumsfördernden Hormonen sowie vielen anderen Elementen. Verzichten Sie auf eine Einhaltung der Stillzeit aus Angst vor einer Ansteckung, so riskieren Sie, dass Ihr Baby langfristig zu wenig dieser lebenswichtigen Bestandteile aus der Muttermilch erhält. Zudem enthält die Muttermilch alle erforderlichen Antikörper, die Sie während einer Infektionskrankheit bilden und die dafür sorgen, dass Ihr kleiner Liebling einen Infekt weitaus schneller überwindet als Säuglinge, die nicht gestillt werden. Es geht also darum, einen Weg zu finden, selbst im Falle einer Erkrankung mit dem Stillen fortzufahren und Ihrem Baby damit die beste Ernährung zu liefern, die die Natur zu bieten hat. Wie Sie dabei idealerweise vorgehen, erfahren Sie in den folgenden Zeilen.

Auftretende Infekte während der Stillzeit – die geeigneten Vorsichtsmaßnahmen im Diskurs

Wer kennt das nicht?! Herbst und Winter sind im Anzug und mit ihnen die schon fast unvermeidlichen Begleiterscheinungen in Form von Schnupfen, Husten und Heiserkeit. Und was sich im Alltag und bei der Arbeit kaum vermeiden lässt, das erweist sich gerade im Umgang mit Ihrem Neugeborenen als nahezu unmöglich. Aufgrund des engen physischen Kontaktes während der Stillzeit ist Ihr Baby unweigerlich sämtlichen Krankheitserregern ausgesetzt, die auch Ihnen zu schaffen machen. Da jedoch nachweislich die Säuglinge, die mit der Muttermilch ernährt werden, weniger anfällig auf Infekte wie die Magen-Darm-Grippe reagieren als andere Kinder, erweist sich die häufige Annahme, dass nunmehr eine Unterbrechung der Stillzeit angesagt ist, als Trugschluss, welcher Ihrem Neugeborenen nicht nur den in der Muttermilch enthaltenen gebührenden Schutz vorenthält, sondern infolge der daraus resultierenden Mangelernährung langfristig möglicherweise noch schwerwiegendere Folgen nach sich zieht. Es geht also darum, die Stillzeit mit der wertvollen Muttermilch weiterzuführen und darauf zu achten, dass Ihr Kind aufgrund Ihrer eigenen Erkrankung möglichst wenig in Mitleidenschaft gezogen wird. Die häufige Sorge, dass das Baby Krankheitserreger über die Muttermilch aufnimmt, ist ebenfalls unbegründet. Vielmehr kommt Ihr kleiner Schatz während der Stillzeit durch die Muttermilch in den Genuss sämtlicher Antikörper, die Sie während einer Infektionserkrankung bilden und ist damit sozusagen doppelt gewappnet, um eventuellen Angriffen auf das eigene Abwehrsystem die Stirn bieten zu können. Hinsichtlich der Rahmenbedingungen sollten Sie vor allem darauf achten, dass Ihr Liebling weder mit Erbrochenem noch mit Stuhl in Kontakt kommt. Hilfreich ist in diesem Fall ein besonders häufiges Reinigen der Hände.

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Wie Sie sich als stillende Mutter während eines Infektes selber schützen und wieder zu Kräften kommen

Jede Erkrankung und jeder Infekt bedeuten eine drastische Verminderung der eigenen Leistungsfähigkeit und Fitness. Um für Ihr neues Familienmitglied, welches Ihrer ganzen Aufmerksamkeit bedarf, hundertprozentig präsent sein zu können, ist es wichtig, dass Sie selber so schnell wie möglich gesund werden. Sollten Sie unter einem Magen-Darm-Infekt leiden, so gilt es zudem, die durch Durchfall und Erbrechen verloren gegangenen Vitalstoffe in Form von zusätzlicher Flüssigkeit zu ersetzen. Da sich jeder Mangel auch in einer sinkenden Qualität der Muttermilch bemerkbar macht, sollten Sie umgehend den erforderlichen Ausgleich in Form einer Elektrolyte-Mischung schaffen. Im Notfall lässt sich diese auch mühelos selber mischen. Auf einen halben Liter Wasser und einen halben Liter Fruchtsaft kommen sieben bis acht Teelöffel Zucker sowie ein Teelöffel Kochsalz. Grundsätzlich sollten Sie bei Ihrer Ernährung bedenken, dass ein Großteil der Vitalstoffe an die Muttermilch abgegeben wird und dass Ihr Bedarf als stillende Mutter folglich weitaus höher liegt als bei anderen Frauen. Dies trifft auch auf die Aufnahme von Flüssigkeit zu, welche vor allem bei Fieber weitaus häufiger und umfangreicher ausfallen sollte als im Normalfall. Da Schlaf bekanntermaßen die beste Medizin ist, sollten Sie sich in dieser Zeit möglichst viel Ruhe gönnen, damit Ihr geschwächtes Immunsystem neue Energie schöpfen kann und Sie zudem genug Kraft zur Milchproduktion haben. Frische Luft und eine leichte, gesunde Kost sind weitere Maßnahmen, die Sie sich und Ihrem kleinen Schatz nun vermehrt gönnen sollten, um bald wieder fit zu sein und gemeinsam mit Ihrem gewiss neugierigen und abenteuerlustigen Nachwuchs die Welt mit frischem Elan erkunden zu können.

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Sie haben nach der Lektüre dieses Beitrags Fragen, Anregungen oder Tipps? Dann freuen wir uns, wenn Sie unseren Blog mit Ihrem Feedback zum Themenkomplex „Infekte während der Stillzeit“ noch interessanter und hilfreicher gestalten und uns und andere frischgebackene Eltern an Ihren Erfahrungen teilhaben lassen.

Bildquelle Titelbild: © Svetlana Fedoseeva – Fotolia.com

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