ZIKA-Virus - Muss ich mir in der Schwangerschaft Sorgen machen?
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ZIKA-Virus – Muss ich mir in der Schwangerschaft Sorgen machen?

Kaum etwas hat Schwangere in letzter Zeit mehr beunruhigt als das Zika-Virus. Die schockierenden Bilder in den Medien von Babys und Kindern mit Fehlbildungen des Kopfes haben Frauen mit Kinderwunsch und werdende Mütter in helle Panik versetzt. Zudem haben die große Angst vor einer Ansteckung mit dem Virus sowie ständig neue Berichte über eine weitere Ausbreitung zu einer großen Verunsicherung geführt. Gerade jetzt zu Beginn der Urlaubssaison haben viele Frauen Angst, sich bei einer Reise in tropische Gebiete mit dem Zika-Virus zu infizieren. Wir haben daher alle wichtigen Fakten und Daten zum Thema Zika für Sie gesammelt, sodass Sie sich optimal schützen und Ihren Urlaub unbeschwert genießen können.

Was ist das Zika-Virus?

Seinen Namen hat das Zika-Virus vom Zikawald in Uganda, Afrika, in dem es im Jahr 1947 erstmals im Blut eines Rhesusaffen festgestellt wurde. An sich stammt das Zika-Virus vom Gelbfiebervirus ab, eine Infektion mit dem Zika-Virus verläuft in der Regel jedoch harmlos.

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Wo tritt das Zika-Virus auf?

Grundsätzlich unterscheidet man beim Zika-Virus zwei Stämme: den afrikanischen sowie den südostasiatischen. Das heißt jedoch nicht, dass das Virus nur in Afrika und in Südostasien auftritt. So kam es zum jüngsten bekannten Zika-Ausbruch in Südamerika. Da die Aedes-Mücke als Überträger des Zika-Virus gilt, kann das Virus theoretisch überall dort auftreten, wo auch diese Mückenart verbreitet ist. Dazu zählen folgende Länder und Regionen:

  • Frankreich
  • Italien
  • Malta
  • Kroatien
  • Israel
  • Spanien
  • Monaco
  • San Marino
  • Türkei
  • Griechenland
  • Schweiz
  • Bulgarien
  • Rumänien
  • Slowenien
  • Georgien
  • Albanien
  • Bosnien und Herzegowina
  • Montenegro
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Da die Aedes-Mücke in Deutschland nicht vorkommt, ist das Risiko, sich hierzulande mit dem Zika-Virus anzustecken, kaum bis gar nicht vorhanden. Von Reisen in jene Gebiete, in denen die Aedes-Mücke beheimatet ist, wird schwangeren Frauen jedoch dringend abgeraten. Im Sommer 2016 ist das Risiko, sich in Europa mit dem Zika-Virus anzustecken, laut Weltgesundheitsorganisation WHO moderat bis mäßig. Als Ausnahmen gelten die Nordostküste des Schwarzen Meeres sowie Madeira – dort wird das Risiko als hoch eingestuft. Besonders stark verbreitet ist die Aedes-Mücke in Mittel- und Südamerika. Experten gehen zudem davon aus, dass sich die Mücke auch weiter nach Nordamerika ausbreiten wird. Als besonders betroffene Länder gelten Brasilien sowie Kolumbien, eine Ausbreitung in die restlichen Länder Südamerikas ist wahrscheinlich.

Wie infiziert man sich mit dem Zika-Virus?

Das Zika-Virus wird hauptsächlich durch Mücken der Gattung Aedes übertragen. Darüber hinaus geht die WHO mittlerweile davon aus, dass das Virus auch direkte von Mensch zu Mensch über Blut übertragbar ist. Da das Zika-Virus auch in Samenflüssigkeit nachgewiesen werden konnte, lässt sich zudem eine Übertragung durch Geschlechtsverkehr nicht mehr ausschließen. Bei alltäglichen Umgang mit Menschen besteht jedoch keine Gefahr einer Übertragung von Mensch zu Mensch.

Welche Symptome treten bei einer Infektion mit dem Zika-Virus auf?

Eine Infektion mit dem Zika-Virus verläuft meist harmlos. Zu den üblichen Symptomen zählen:

  • Ausschlag
  • rote Augen
  • Bindehautentzündung
  • Augenschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Gelenksschmerzen
  • geschwollene Hände und Füße
  • leichtes Fieber
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Die meisten dieser Symptome klingen nach spätestens sechs Tagen wieder ab.

Wie wird eine Infektion mit dem Zika-Virus behandelt?

Es gibt keine spezielle Behandlung von Infektionen mit dem Zika-Virus. Üblicherweise besteht die Therapie aus dem Trinken großer Mengen von Wasser sowie der Einnahme von Paracetamol und sonstigen Fieber- und Schmerzmitteln. Eine Impfung gegen das Zika-Virus gibt es momentan leider noch nicht.

Warum ist das Zika-Virus gerade für Frauen so gefährlich?

Obgleich eine Infektion mit dem Zika-Virus grundsätzlich harmlos ist, stellen schwangere Frauen eine Ausnahme dieser Regel dar. Zwar verläuft eine Infektion mit dem Zika-Virus bei ihnen nicht anders als üblich, es kann jedoch zu schweren Schädigungen des ungeborenen Kindes kommen. Ein Zusammenhang diesbezüglich konnte erstmals im Jahr 2015 festgestellt werden. In diesem Zeitraum traten gehäuft Missbildungen an den Föten und Babys von mit dem Zika-Virus infizierten Frauen auf.

Besonders gefährlich ist das Zika-Virus bei einer Infektion innerhalb des ersten Drittels der Schwangerschaft. In diesem Abschnitt der Schwangerschaft kann eine Infektion mit dem Virus nämlich zu Mikrozephalien – einem zu kleinen Kopf – des Babys führen. Damit verbunden sind auch Fehlbildungen des Gehirns. Diese gehen mit ausgeprägten geistigen Behinderungen einher. In Brasilien wurden seit Oktober 2015 über 4000 Fälle solcher Fehlbildungen nach einer Infektion der Mutter mit dem Zika-Virus registriert.

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Wie kann ich mich vor dem Zika-Virus schützen?

Schwangere sollten laut Empfehlung der WHO keine Reisen in jene Gebiete unternehmen, in denen die Aedes-Mücke beheimatet ist. Lässt sich eine Reise in ein solches Gebiet dennoch nicht vermeiden, sollten sie im Vorfeld einen Tropenmediziner konsultieren und sich von diesem detailliert beraten lassen. Vor Ort ist konsequenter Mückenschutz unumgänglich, um sich vor Stichen der Aedes-Mücke zu schützen – und das sowohl im Freien als auch in Räumen. Moskitonetze, bedeckende Kleidung in hellen Farben sowie Anti-Mücken-Sprays gehören daher zur Grundausstattung in Zika-Gebieten. Neben diesen Präventionsmaßnahmen sollten sie zudem unbedingt darauf achten, keinesfalls ungeschützten Geschlechtsverkehr zu haben und in jedem Fall Kondome zu benutzen.
Nach der Rückkehr sollte vermehrt auf verdächtige Symptome geachtet und im Zweifelsfall einen Arzt aufgesucht werden. Durch einen Bluttest kann zweifelsfrei festgestellt werden, ob Sie sich mit dem Zika-Virus infiziert haben.

Das Zika-Virus bleibt nach wie vor ein relevantes Thema. Wenn alle Vorsichtmaßnahmen beherzigt und Risikogebiete gemieden werden, stellt es für Schwangere in Deutschland jedoch keine Gefahr dar.

Haben Sie Angst vor einer Infektion mit dem Zika-Virus? Tauschen Sie sich mit uns und anderen LeserInnen im Kommentarbereich aus.

Bildquelle: Titelbild © Jab43120

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