Die besten Tipps zur Schnullerentwöhnung
Erziehung & Pädagogik

Die besten Tipps zur Schnullerentwöhnung

Bereits im Mutterleib nuckeln Babys an ihren Daumen. Der Saugreflex ist angeboren und dementsprechend suchen Babys auch immer etwas, an dem sie saugen können. Ob an der Brust, am Daumen oder eben am Schnuller, Nuckeln beruhigt Babys meist im Handumdrehen. Wenn es nicht möglich ist, das große Saugbedürfnis des Babys an der Brust der Mutter zu stillen, ist ein Schnuller mehr als praktisch. Gerade, wenn du mit deinem Baby unterwegs bist, kann ein Schnuller in stressigen Situationen ein wahrer Seelentröster für dein Baby sein – und letztendlich auch deine Nerven schonen.
Auch wenn das Einschlafen einmal schwerer fällt, kann ein Schnuller das nötige Maß an Beruhigung spenden, sodass dein kleiner Sonnenschein dennoch langsam einschlummert. Bei allen Vorteilen von Schnullern kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem dein Nachwuchs von seinem Nuckel Abschied nehmen sollte. Da dies nicht immer ganz einfach ist, haben wir die 3 besten Tipps zur Schnullerentwöhnung für dich gesammelt.

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Darum ist die Schnullerentwöhnung so wichtig

 Klar, Schnuller haben viele Vorteile. Sie kommen dem angeborenen Saugreflex von Babys entgegen und beruhigen einfach ungemein. Etwa ab dem 8. Monat beginnt sich der Saugreflex zurückzubilden – daher ist es frühestens ab diesem Zeitpunkt sinnvoll, die ersten Schritte in Richtung Schnullerentwöhnung zu gehen. Die Entwöhnung sollte spätestens bis zum dritten Geburtstag abgeschlossen sein. 

Wird der Schnuller nämlich zu oft oder zu lange benutzt, kann dies zum offenen Biss führen. Bei dieser Gebissfehlstellung sind die oberen und unteren Schneidezähne verschoben, sodass sowohl das Abbeißen als auch das Kauen von Nahrung erschwert werden. Auch die Aussprache insbesondere der Zischlaute S und Z leidet stark unter dieser Fehlstellung. Darüber hinaus kann der Mund oft nicht mehr vollständig geschlossen werden, was wiederum zu Mundatmung führt. Diese hat ein Austrocknen der Schleimhäute mit erhöhter Infektionsgefahr sowie die vermehrte Bildung von Karies zur Folge. Studien belegen zum Beispiel, dass Schnullerkinder überdurchschnittlich häufig an Mittelohrentzündung erkranken. Zeigen sich also erste Anzeichen eines offenen Bisses, ist es höchste Zeit, den Schnuller ein für alle Mal wegzulegen. 

Sollten sich hingegen keine Anzeichen für einen offenen Biss feststellen lassen, gibt es auch keinen Grund für eine Schnullerentwöhnung. In diesem Fall kannst du darauf warten, bis dein Kind den Schnuller von alleine weglegt. Prüfe aber auch hier regelmäßig, ob sich nicht doch noch Anzeichen eines offenen Bisses zeigen. Da die Schnullerentwöhnung ein relativ angstbesetztes Thema und oft auch tatsächlich nicht so einfach ist, findest du nun die besten Tipps und Tricks, um deinem kleinen Schatz den Abschied von seinem geliebten Nuckel zu erleichtern. Und sei beruhigt, meistens ist es nicht so schlimm, wie anfangs befürchtet. 

Videoanleitung zur Schnullerentwöhnung von Dr. Christof Metzler

Mit diesen 3 Tipps entwöhnst du deinen Nachwuchs vom Schnuller

Tipp 1: Sei sanft und verständnisvoll

Dein Kind liebt seinen Nuckel heiß und innig – sei dir dessen stets bewusst und gehe dementsprechend gefühlvoll vor. Starte keinesfalls Überraschungsaktionen, bei denen du deinem Kind von heute auf morgen den Schnuller einfach wegnimmst. Diese stressen und verängstigen deinen kleinen Sonnenschein nur, sodass er erst recht an seinem Schnuller festhält. Sanftheit und jede Menge Verständnis sind daher gefragt, wenn sich dein Kind endgültig von seinem Schnuller verabschieden soll. Setze deinen Nachwuchs auch keinesfalls unter Druck, sondern gehe behutsam vor. Je geringer der Stress für dein Kind ist, desto leichter trennt es sich auch von seinem Nuckel. In außergewöhnlichen Situationen wie etwa einem Umzug oder der Ankunft eines kleinen Geschwisterchens solltest du keine Schnullerentwöhnung starten, da Kinder hier sehr unter Stress stehen und der Verlust ihres Trösters diesen noch zusätzlich verstärken würde.

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Tipp 2: Setze auf schrittweise Entwöhnung

Eine schrittweise Entwöhnung ist besser, als den Schnuller von heute auf morgen verschwinden zu lassen. Ab etwa dem ersten Geburtstag kannst du langsam damit beginnen, die Schnullerzeiten zu begrenzen. Gib deinem Kind den Schnuller etwa nur noch zum Einschlafen, im Auto oder wenn es krank ist. Das Wichtigste hierbei ist, dass du die von dir aufgestellten Regeln auch konsequent umsetzt, denn dann versteht sie dein Kind auch. Schränke die Schnullerzeiten so nach und nach ein, bis es den Nuckel zum Beispiel nur noch zum Einschlafen gibt. Je weniger dein Kind nuckelt, desto weniger Sorgen musst du dir auch um sein Gebiss machen. Wenn nur wenige Minuten am Tag genuckelt wird, nimmt auch das Gebiss keinen Schaden, und du kannst dir mehr Zeit mit der Entwöhnung lassen – bis dein Kind den Schnuller vielleicht von alleine weglegt.

Tipp 3: Finde ein Abschiedsritual

Wenn dein Kind verstanden hat, dass es an der Zeit ist, von seinem Schnuller Abschied zu nehmen und auch wirklich dazu bereit ist, kann ein Ritual überaus hilfreich sein. Bei Eltern und Kindern gleichermaßen beliebt ist die Schnullerfee. Diese sammelt die Schnuller der älteren Kinder ein und bringt sie den kleinen Babys. Erzähle deinem Kind, dass es nun groß genug ist und seinen Schnuller im Gegensatz zu kleinen Babys nicht mehr braucht. Viele Kinder reagieren hierauf mit sichtlichem Stolz und bereitwilligem Abgeben des Nuckels. Lege einen fixen Tag für die Ankunft der Schnullerfee fest und bereite dein Kind auf diesen vor. Ist der Tag gekommen, legt ihr den Schnuller abends vor dem Zubettgehen gemeinsam an einen bestimmten Ort – etwa auf die Fensterbank. Am nächsten Morgen ist der Schnuller weg und an seiner Stelle befindet sich ein kleines Geschenk, das die Schnullerfee deinem Kind mitgebracht hat. Die Freude über diese Überraschung tröstet meist gut über den Verlust hinweg. 

Hast du bereits Erfahrungen mit der Schnullerentwöhnung oder steht dir diese noch bevor? Dann tausche dich mit anderen LeserInnen im Kommentarbereich aus! Wir freuen uns auf deinen Bericht. 

Bildquelle Titelbild: ©eloi – iStock.com

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