Sonnenbrand bei Babys: Was tun?
Gesundheit

Sonnenbrand bei Babys richtig behandeln

 Nichts macht im Sommer mehr Spaß, als draußen zu sein und das herrliche Wetter zu genießen. Ob im Park, am Baggersee oder am Strand, die warme Jahreszeit lockt mit zahlreichen Vergnügungen im Freien. So schön diese Ausflüge auch sein mögen, auf den richtigen Sonnenschutz solltest du unterwegs niemals verzichten. Sonnenstrahlen können nämlich nicht nur schmerzhafte Sonnenbrände verursachen, sondern langfristig auch Hautkrebs auslösen. Daher ist es besonders wichtig, die zarte und empfindliche Haut deines Babys oder Kleinkindes gegen die schädlichen Auswirkungen von Sonneneinstrahlung zu schützen. Dennoch kann es trotz aller getroffenen Schutzmaßnahmen zu einem Sonnenbrand kommen. Wie du diesen am besten behandelst und wie du Sonnenbränden in Zukunft vorbeugst, erfährst du in unserem Artikel. 

Das passiert bei einem Sonnenbrand mit der Haut deines Babys

Bei einem Sonnenbrand handelt es sich – so wie der Name bereits sagt – um eine Verbrennung der Haut durch die Strahlung der Sonne. Diese wird je nach Schweregrad in verschiedene Stufen eingeteilt: Kommt es zu Rötungen, leichten Schwellungen sowie Schmerzen, spricht man von einer Verbrennung ersten Grades. Sind diese Beschwerden schlimmer und wirft die Haut zudem noch Blasen, handelt es sich bereits um eine Verbrennung zweiten Grades. Auch die Heilungszeit ist unterschiedlich. So heilt eine Verbrennung ersten Grades in rund fünf Tagen ab, während eine Verbrennung zweiten Grades oft mehrere Wochen bis zur Abheilung benötigt.

 Die akuten, sofort wahrnehmbaren Folgen sind jedoch nicht das einzig Schlimme an einem Sonnenbrand. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass Sonnenbrände in der Kindheit eindeutig in einem Zusammenhang mit Hautkrebserkrankungen im Erwachsenenalter stehen. Diese Studien zeigen, dass Hautkrebspatienten in ihrer Kindheit oft der Sonne ausgesetzt waren und häufige oder schwere Sonnenbrände erlitten. Die Haut 

speichert nämlich die durch den Sonnenbrand verursachte Verletzung, wodurch sich die Zellstruktur verändern und Hautkrebs entstehen kann. Daher ist es umso wichtiger, dass du dein Baby effektiv vor Sonnenstrahlung und deren schädlicher Wirkung schützt. 

Das kannst du bei einem Sonnenbrand für dein Kind tun

Manchmal kommt es trotz aller Vorkehrungsmaßnahmen zu einem Sonnenbrand. Dann solltest du sofort reagieren und deinem Kind rasch Linderung verschaffen. Wir haben die wichtigsten Tipps für dich zusammengefasst: 

  • Tränke ein weiches Baumwolltuch in kaltem Wasser, wringe es aus und lege es deinem Kind auf die betroffenen Hautstellen. Wiederhole dies mehrmals täglich, um die von der Sonne verbrannte Haut zu beruhigen und zu kühlen. Achte dabei jedoch darauf, dass deinem Baby oder Kleinkind nicht kalt wird, und vermeide wischende und reibende Bewegungen. 

  • Nutze kühlende Kompressen mit kaltem Kamillentee, Quark, Joghurt oder Buttermilch, denn auch diese wirken intensiv beruhigend. Gehe dabei wie mit dem nassen Baumwolltuch vor. 

  • Du kannst versuchen, dein Kind kühl zu baden, wenn es das möchte und ihm das Bad guttut. Sei dabei jedoch sehr vorsichtig und achte genau auf die Reaktionen deines kleinen Sonnenscheins. Gib außerdem keine Zusätze in das Badewasser. 

  • Tupfe vorsichtig – ohne zu reiben – reines Aloe Vera-Gel auf die vom Sonnenbrand betroffenen Hautpartien. Dies wirkt nicht nur kühlend und beruhigend, sondern dank der in der Aloe Vera enthaltenen Wirkstoffe auch heilungsbeschleunigend. 

In erster Linie kommt es bei der Behandlung des Sonnenbrandes auf das Kühlen und Beruhigen an. Dabei kann jedoch einiges schiefgehen! Folgendes solltest du daher unbedingt vermeiden: 

  • Benutze keinesfalls Eiswürfel, um die vom Sonnenbrand geschädigte Haut zu kühlen. Diese können nämlich zu Erfrierungen führen. 

  • Creme die betroffenen Hautstellen nicht mit Ölen oder fetthaltigen Cremes ein. Diese behindern das Entweichen von Hitze aus dem Körper und können den Sonnenbrand sogar noch verschlimmern. 

  • Auf gar keinen Fall solltest du Brandblasen öffnen! Die Blasen dienen dem Schutz der darunter liegenden, verletzten Haut und öffnen sich von alleine, wenn der Heilungsprozess ausreichend abgeschlossen ist. Stichst du diese vorher auf, kann das Infektionen zur Folge haben. 

Grundsätzlich solltest du dein Baby oder Kleinkind bei einem Sonnenbrand komplett aus der Sonne fernhalten, denn erneute Aufenthalte in der Sonne können die ohnehin schon angegriffene Haut noch mehr schädigen. Achte darauf, deinem Kind weit geschnittene und locker sitzende Kleidung anzuziehen, die nicht an der Haut reibt. Wähle Kleidung aus weichen Stoffen, die nicht kratzen. Die gewählte Kleidung sollte so viel Haut wie möglich bedecken und auf jeden Fall die vom Sonnenbrand geschädigten Hautpartien vor Sonnenstrahlung schützen. 

Bei einem besonders schweren Sonnenbrand kann es sein, dass du mit deinem Baby zu einem Arzt gehen musst. Dies ist bei den folgenden Symptomen der Fall: 

  • Starke Schmerzen
  • Fieber
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Ohnmacht
  • Rote Striemen oder Eiter – Hinweise auf eine Infektion
  • Ein starkes Anschwellen von Gesicht oder Händen
  • Es kommt zu Blasenbildung der Haut innerhalb der ersten 24 Stunden
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Wenn du diese Symptome beobachtest, solltest du keinesfalls zögern, sondern umgehend einen Arzt aufsuchen. 

So kannst du einem Sonnenbrand bei deinem Baby vorbeugen

Vorsorge ist auch bei Sonnenbrand besser als Nachsorge. Bedenke bitte: Schon fünf bis zehn Minuten ungeschützter Aufenthalt in der Sonne können bei Kindern einen gefährlichen Sonnenbrand auslösen. Daher ist es am besten, wenn Babys und Kleinkinder niemals direkter Sonnenstrahlung ausgesetzt sind, sondern stets im Schatten bleiben. Die Verwendung wirksamer Sonnenschutzcremes sollte außerdem selbstverständlich sein. Und diese gilt es nicht nur bei einem Aufenthalt im Schwimmbad oder am Strand aufzutragen, sondern immer, wenn es nach draußen geht. Dabei empfehlen wir dir, folgende Punkte zu beachten: 

  • Trage die Sonnencreme rund eine halbe Stunde vor dem Verlassen des Hauses auf, damit diese ausreichend Zeit hat, um ihre volle Wirksamkeit zu entfalten. 

  • Creme dein Kind großzügig ein, denn der angegebene Lichtschutzfaktor wird nur durch möglichst dicke Sonnencremeschichten erreicht. 

  • Um den Schutz der Sonnencreme aufrechtzuerhalten, musst du regelmäßig nachcremen. Dies gilt besonders nach einem Aufenthalt im Wasser und auch bei einer wasserfesten Sonnenschutzcreme. 

  • Sei beim Eincremen besonders gründlich und trage die Sonnencreme auch auf die Ohren, die Augenpartie sowie die Fußsohlen auf. 

  • Creme Babys hingegen nur sparsam und ggf. mit spezieller Sonnencreme für Babys und Kleinkinder ein. Durch die noch sehr dünne Haut können gesundheitsschädliche Wirkstoffe schneller und in größeren Mengen aufgenommen werden. 

Darüber hinaus kannst du dein Kind auch mit folgenden Maßnahmen effektiv vor einem Sonnenbrand schützen: 

  • Ziehe deinem Kind immer lange Hosen sowie Shirts mit langen Ärmeln an. Diese sollten selbstverständlich luftig sein. 

  • Setze deinem Kind eine Kopfbedeckung auf, die auch den Nacken schützt. 

  • Besonders hilfreich ist spezielle Babykleidung mit UV-Schutz. Deren Lichtschutzfaktor (LSF) sollte bei mindestens 30 liegen. 

Um dein Kind im Kinderwagen oder Buggy wirksam vor der Sonneneinstrahlung zu schützen, gibt es auf dem Markt eine große Auswahl an hilfreichen Sonnenschutzprodukten. Auf kidsroom.de haben wir einige für dich ausgewählt. Hier geht es zum Sonnenschutz für Kinderwagen. 

Wie schützt du deinen kleinen Schatz vor Sonnenbrand? Teile deine Erfahrungen mit uns sowie anderen LeserInnen im Kommentarbereich! 

Bildquelle: Titelbild © Ivanna Reznichenko – iStock

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